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Globale Zentralbanken werden zunehmend restriktiver: Die Federal Reserve führt an, die Bank of England und die Europäische Zentralbank beobachten vorsichtig, während die Bank of Japan schrittweise die Zinsen erhöht.⑴ Der Vorsitzende der US-Notenbank, Waller, sendete auf seiner ersten Pressekonferenz ein deutliches Signal für eine restriktive Geldpolitik und betonte das Ziel der Preisstabilität. Die Medianprognose im Dot-Plot für 2026 wurde von der erwarteten Zinssenkung auf die Spanne von 3,4 % bis 3,8 % angehoben und liegt damit über dem aktuellen Zielzinssatz. Immer mehr Entscheidungsträger sprechen sich für eine weitere Straffung aus. Waller deutete an, dass bei einer höheren als erwarteten Inflation bis zum Jahresende erneute Zinserhöhungen möglich seien. Das Abkommen zwischen den USA und Iran mindert allerdings an den Rändern das Risiko extremer Inflationsausbrüche und stützt damit die Erzählung einer vorübergehenden Inflation.⑵ Die Bank of England beließ den Zinssatz erwartungsgemäß bei 3,75 %. Das Abstimmungsergebnis lautete 7 zu 2, wobei Megan Greene sich dem Lager von Pill anschloss und eine Erhöhung um 25 Basispunkte befürwortete. Die Gesamtbotschaft bleibt von Geduld geprägt. Die Marktbewertung stimmt weitgehend mit der Haltung der Notenbank überein. Bis Jahresende preist der Markt eine Zinserhöhung ein, das tatsächliche Ergebnis könnte jedoch zwischen keiner Reaktion und bis zu zwei Zinserhöhungen schwanken.⑶ Die Europäische Zentralbank hält an ihrer Sitzung-für-Sitzung-Entscheidungsführung fest und gab keine klaren Hinweise zur weiteren Entwicklung. Nach der Sitzung zeigte sie sich allerdings leicht dovisher und betonte, dass die Schwelle für eine Zinserhöhung im Juli hoch sei, es sei denn, die Energiepreise steigen stark. Die jüngsten Prognosen implizieren weiterhin eine zusätzliche Zinserhöhung. Der September bleibt im Fokus, aber der Inflationsdruck könnte sich im Herbst abschwächen. Außerdem wird die Notenbank dann ein klareres Bild der mit dem Krieg verbundenen Wachstumsrisiken haben. Ein Szenario, in dem nach einer Zinserhöhung pausiert wird, kann nicht ausgeschlossen werden.⑷ Die Bank of Japan erhöhte wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1 % und bekräftigte, dass weitere Straffungsmaßnahmen schrittweise erfolgen würden. Die Normalisierung der Politik verläuft weiterhin langsam und reicht kurzfristig nicht aus, um den makroökonomischen Gegenwind für den Yen auszugleichen. Die Realzinsen bleiben tief im negativen Bereich, was den Yen weiter schwächt und seine Rolle als Finanzierungswährung für Carry-Trades untermauert. Da der US-Dollar-Yen-Kurs sich dem zyklischen Hoch bei 161,96 nähert, nimmt das Risiko einer Marktintervention jedoch zu, was das weitere Nachgeben des Yen verlangsamen könnte.