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SemiAnalysis: Engpass beim Bau von KI-Halbleitern könnte sich auf Schlüsselmaterialien wie Wolfram ausweitenBlockBeats News, 30. Juni – Das unabhängige Halbleiter- und KI-Forschungsunternehmen SemiAnalysis veröffentlichte einen Artikel, in dem erläutert wird, dass einer der am meisten unterschätzten Wege, an der Entwicklung von KI-Halbleitern teilzunehmen, nicht der Chip selbst ist, sondern vielmehr die Materialien. Während die Branche die Produktion fortschrittlicherer Halbleiter beschleunigt, ist das Wachstum der Nachfrage nicht nur bei GPUs und Waferfabrikationsanlagen zu beobachten, sondern auch bei den Schlüsselmaterialien, die die moderne Chipfertigung unterstützen. Nehmen wir beispielsweise Wolfram. Wolfram ist eines der wichtigsten Materialien in der Halbleiterherstellung, geschätzt für seine hohe Temperaturstabilität und Beständigkeit gegenüber elektrischer Erosion. Waferfabriken verlassen sich auf chemische Gasphasenabscheidung, um tiefe, hoch aspektverhältnishaltige vertikale Durchkontaktierungen zu füllen, die mehrere Schichten in der Chiparchitektur miteinander verbinden, während sie zur Ablagerung ultra-dünner Sperrschichten um diese herum physikalische Gasphasenabscheidung einsetzen. Da Wolfram beide Kerndepositionsschritte abdeckt, ist es in der fortschrittlichen Chipproduktion unersetzlich. Die Versorgung mit Wolfram scheint zunehmend eingeschränkt zu sein. Hochreines Wolframpulver ist der Hauptrohstoff für die Herstellung von Wolframhexafluorid, einem Gas, das in der chemischen Gasphasenabscheidung verwendet wird. In Japan befinden sich wichtige Wolframhexafluorid-Lieferanten wie SK Materials und Shin-Etsu Chemical, doch das Land sieht sich deutlich höheren Preisen und einem starken Rückgang der Wolframrohstoffimporte gegenüber, was es nahezu unmöglich macht, weiterhin kritisches Wolframhexafluorid herzustellen. Der Preisdruck zeigt sich auch am Importpreis für koreanisches Wolframhexafluorid, der in diesem Jahr um 151 % gestiegen ist. Mit zunehmender Komplexität von Halbleitern und wachsender KI-Nachfrage könnten Engpässe nicht nur bei Chips oder Anlagen, sondern auch bei den entscheidenden Materialien am Ende der Lieferkette auftreten.