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Meta unterbricht den AI-Hardware-Boom mit einem Update zur Mining-LeistungBlockBeats News, 2. Juli. Der Aktienkurs von Meta stieg während der US-Handelssitzung am Mittwoch stark an und brachte damit den Handel mit KI-Hardware plötzlich unter Druck. Der Markt hatte ursprünglich einen relativ ruhigen Start in den Juli erwartet. Der US-Aktienmarkt zeigte sich im zweiten Quartal stark, wobei der S&P 500 eines der besten Quartale seit dem pandemiebedingten Aufschwung im Jahr 2020 verzeichnete. Doch bevor der US-Markt eröffnete, veränderten Nachrichten darüber, dass Meta möglicherweise „überschüssige Rechenleistung“ freigibt oder verkauft, plötzlich die Stimmung am Markt. Diese Nachricht war für Meta selbst positiv. Der Markt bewertete dies als einen Übergang des Unternehmens von anhaltenden Investitionsausgaben hin zu stärkerer finanzieller Disziplin und einem höheren freien Cashflow. Infolgedessen schoss Metas Aktienkurs nach oben und verzeichnete laut Berichten einen Tagesgewinn von etwa 10 %, eine der besten Tagesentwicklungen in diesem Jahr. Für die KI-Hardwarekette sah es jedoch anders aus. Einer der meistgehandelten Trades der vergangenen Monate war die Wette auf die fortgesetzte Erweiterung von Rechenleistung, Speicher und Investitionen in Rechenzentren durch Cloud-Anbieter. Sollte Meta beginnen, überschüssige Rechenleistung bereitzustellen, fragen sich Anleger natürlich: Ist die Nachfrage nach KI-Rechenleistung wirklich so angespannt wie erwartet? Sind die Investitionsausgaben der Cloud-Anbieter tatsächlich weiterhin nur steigend, ohne Korrektur nach unten? UBS-Händlerin Christina Dwyer gab an, dass das Meta-Ereignis die Markterzählung in Richtung „größere finanzielle Disziplin“ verschob und gleichzeitig die Sorge vor stetig steigenden Investitionsausgaben abschwächte. Das kommt Plattform-Technologieunternehmen zugute, deren Bewertungen bereits nahe ihrer Tiefststände liegen, schwächt aber die Logik eines „langfristigen Mangels an Rechenleistung“, auf die sich Neocloud-, Halbleiter-, Speicher- und KI-Lieferkettenaktien stützten. Die Marktreaktion erfolgte prompt. Der BofA Neocloud Basket gab deutlich nach, Speicher- und Momentum-Aktien gerieten unter Druck, und Werte wie SanDisk und Micron, die zuvor gestiegen waren, wurden verkauft. Besonders Micron gilt als wichtiger Beobachtungspunkt: Die Aktie bewegte sich seit April über dem 20-Tage-Durchschnitt; sollte sie darunter fallen, ist ein Rückgang auf den 50-Tage-Durchschnitt möglich, was auf ein Abwärtsrisiko von rund 20 % hindeutet. Diese Korrektur entwickelte sich rasch zu einer Momentum-Verkaufswelle. Jonathan Krinsky von BTIG wies darauf hin, dass der Bloomberg Mag7 Index relativ zum Philadelphia Halbleiterindex SOX den größten Tagesaufschwung seit 2015 zeigte. Anders ausgedrückt: Kapital floss von Chip-, Speicher- und High-Beta-KI-Hardwaretiteln zurück in große Plattform-Technologieaktien. Der Goldman Sachs High-Beta Momentum Basket fiel an einem Tag um etwa 9 %, und die Kombination aus Long- und Short-High-Beta-Momentum sank ungefähr 10 %, eines der schlechtesten Ergebnisse seit dem Nachrichten-Schock rund um die Impfstoffe im Jahr 2020. Das Meta-Ereignis erinnert Investoren daran, dass Cloud-Anbieter, die tatsächlich die Investitionen stemmen, auch auf die Rendite achten. Verringert sich die Gewissheit fortlaufend wachsender Ausgaben, gerät das Segment mit dem stärksten Anstieg und hochbewertete Titel in der KI-Hardwarekette zuerst unter Druck. Dennoch haben sich die Mittel nicht vollständig vom KI-Thema abgezogen. Softwareaktien entwickelten sich besser als Halbleiter, und Bitcoin erholte sich, als Gelder aus Momentum-Trades in KI/Speicher abflossen. Weitere Gewinner waren andere Engpass-Ressourcen im KI-Bereich wie Kondensatoren, was darauf hindeutet, dass der Markt weiterhin nach Knappheit bei Infrastruktur für Rechenleistung sucht, jedoch nicht mehr blind auf Speicher- und Chip-Momentum-Titel setzt. Ein weiteres Risiko, auf das der aktuelle Markt achten muss, ist die sehr schlechte Liquidität. Der Goldman Sachs Trading Desk berichtete, dass im Juni die Top-of-Book-Liquidität bei den S&P E-Minis im Monatsvergleich um 33 % zurückging, während das Handelsvolumen mit US-Aktien den höchsten Stand seit 2026 erreichte. Das bedeutet, dass die Handelsaktivität zwar oberflächlich hoch ist, die tatsächliche Aufnahmefähigkeit jedoch geschwächt wurde. Kommt es zu einer größeren Verkaufsorder, sind Kursschwankungen deutlich wahrscheinlicher. Die wahre Bedeutung des Meta-Ereignisses liegt möglicherweise nicht bei Meta selbst, sondern darin, dass es den empfindlichsten Punkt der KI-Rally berührt: die Frage, ob die Investitionsausgaben weiterhin unbegrenzt steigen. Die Nachfrage nach KI ist nicht verschwunden, aber der Markt beginnt zwischen zwei Arten von Unternehmen zu unterscheiden: Plattformunternehmen, die ihre Rechenleistungsinvestitionen dauerhaft monetarisieren können, und Hardware- und Speicherzulieferern, deren Bewertungen den erwarteten Engpass bereits vollständig widerspiegeln.